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Der Aesthetics Kunden Vorteil
Parkett
Die Geschichte des Parkett Bodens:
Wie archäologisch belegt hat das Parkett eine Geschichte, die sich bereits über mehr als 3000 Jahre erstreckt.
Schon im 16. Jahrhundert wurden verschiedenfarbige Hölzer verwendet, um aus ihnen Muster für Fußböden zusammenzusetzen.
Mit Beginn des 17. Jahrhunderts entwickelte sich das Parkett zu einem der wichtigsten Ausstattungsgegenstände repräsentativer Räume; es war Symbol für einen gehobenen Lebensstil und fand sich zunächst nur in Schlössern.
Im weiteren geschichtlichen Verlauf – über Gotik und Jugendstil – verfeinerten sich zunehmend die handwerklichen, künstlerischen und technischen Fähigkeiten im Parketthandwerk; aufgrund seiner vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten erlangte das Parkett zunehmende Bekanntheit und Beliebtheit – allerdings blieb es für breite Bevölkerungsschichten über lange Zeit unerschwinglich. Das änderte sich erst durch die Möglichkeit der maschinellen Herstellung und einer Vereinfachung der Parkettverlegung.
Während der Industrialisierung im 19. Jahrhundert fand das Parkett zunehmend auch Einzug in Wohnhäuser – modern war vor allem das sogenannte Stäbchenparkett; bestehend aus schmalen Holzstreifen.
Das Verlegen wurde vereinfacht durch schmale Stahlnägel und Spezialklebstoff. Pflegeleichter wurde das Parkett in den 1950er Jahren aufgrund der damals entwickelten Lackversiegelung.
Die Parkett Holzarten:
Für Parkettboden genutztes Holz ist in der Regel Hartholz, das von Laubbäumen stammt. Die Fasern verlegter Holzstücke verlaufen dabei parallel zum Boden, so dass beispielsweise Jahresringe nicht zu erkennen sind. Vielfältige Farbmuster von Parkettböden können erreicht werden durch die Kombination verschiedener Holzarten mit ihren jeweils artspezifischen Farben.
So zählt zu den hellen Hölzern beispielsweise das feste Ahornholz mit marmorähnlicher, blasser Färbung.
Das helle Birkenholz mit samtigem Glanz und changierenden Farbnuancen ist mittelhart und elastisch.
Das Holz der Esche ist weiß oder perlmuttfarben und seine Struktur ist gut geeignet zum Lackieren oder Wachsen.
Zu den Hölzern mit hellen und warmen Brauntönen zählen beispielsweise Eiche, Mecrusse oder Kambala:
Eichenholz hat eine rustikale Struktur, ist hart, schwer und dabei elastisch. Eichenholz zählt zu den am häufigsten verwendeten Parketthölzern, da es sehr langlebig ist. Unter Lichteinwirkung dunkelt das Parkett oft nach.
Das Kambala-Kernholz reicht in seinen Farbtönen von hellem Braun bis zu Olivbraun - mittelhart und fest dunkelt es stark nach.
Rotholzig sind beispielsweise die Hölzer von Buche, Mahagoni, Kirschbaum, Merbau, Jatoba oder Aloma:
Weiß- und Rotbuchen haben ein sehr feinporiges Holz, das aber zäh und fest ist – auch darum zählt es zu den am häufigsten verwendeten Hölzern für Parkett. Die Farben von Buchenholz reichen von gelblichem Rot bis zu rötlichem Braun und können nachdunkeln.
Das Kernholz des Kirschbaums ist blass- bis rotbraun und mittelhart mit feiner und warmer Textur.
Das rotbraune Merbauholz dunkelt unter Lichteinwirkung nach, ist aber sehr robust.
Parkettboden mit dunklerem bis schwarzem Ton stammt unter anderem von Räuchereiche, Wengé, Sucupira oder Ipe.
Wengé beispielsweise weist helle feine Linien auf einer dunkelbraun bis schwarzbraunen Färbung auf. Es dunkelt nach, bis es einen fast schwarzen Farbton annimmt. Als Parkettholz ist es vor allem bekannt aufgrund seiner sehr hohen Festigkeit.
Die Vielfalt von Parkett:
Zunächst unterscheidet man Parkett nach dem sogenannten Massivparkett und dem Fertig- oder auch Mehrschichtparkett:
Während Massivparkett aus massivem Holz besteht, handelt es sich bei Fertigparkett um eine Trägerschicht, über der eine Holzschicht liegt; möglich ist auch ein dreischichtiger Aufbau mit massiver Mittellage und Gegenzug.
Optisch sind die beiden Formen zunächst nicht immer zu unterscheiden.
Massivparkett wird zunächst verlegt und dann vor Ort geschliffen; auf Wunsch kann es anschließend mit entsprechenden Lacken, Wachsen oder Ölen behandelt werden.
Da Parkett aus Massivholz wiederholte Male abgeschliffen werden kann, hat es eine lange Haltbarkeit – damit hat es langfristig gesehen ökonomische und auch ökologische Vorteile, denn so werden Holzressourcen geschont. Massivparkett wird während des Verlegens mit dem Unterboden verbunden.
Die Trägerplatten von Fertigparkett lassen sich zügig montieren und demontieren und das Holz arbeitet wenig – es verzieht sich selten.
Einzelne Fertigparkettplatten werden beispielsweise durch ein sogenanntes Klick-System miteinander verbunden; so kann es nicht nur von Fachleuten verlegt werden. Die Verlegung erfolgt schwimmend; das bedeutet, dass die einzelnen Platten nicht unmittelbar mit dem Unterboden fixiert werden.
Eine Behandlung nach der Verlegung ist nicht notwendig, da die einzelnen Parkettstücke bereits gebrauchsfertig versiegelt oder geölt sind.
Die Anschaffungskosten für Fertigparkett liegen in der Regel unter denen von Massivparkett; allerdings ist Fertigparkett weniger langlebig.
Bei der Entscheidung für ein Fertigparkett sollte -vor allem durch Allergiker- darauf geachtet werden, dass keine schädlichen Klebstoffe oder Lacke bei der Herstellung verwendet worden sind.
Je nach gewünschtem Raumambiente können Parkettplatten oder -stäbe in den verschiedensten Formen und Farbkombinationen verlegt werden.
Zu den beliebtesten Holzdielen zählen die Landhausdielen:
Als Parkett oder auch Furnierparkett erhältlich zeichnen sich Landhausdielen dadurch aus, dass jede Diele aus einer durchgängigen Holzplatte besteht. Durch ihre flächige Großzügigkeit können sie Räumen Eleganz verleihen.
Eine weitere Form ist der sogenannte Schiffsboden:
Beim Schiffsboden besteht ein Dielenelement aus jeweils drei Leisten und führt zu einer bewegten Optik. Je nach Sorte und Farbe des gewählten Holzes ist der Schiffsboden sowohl für klassische als auch für moderne Interieurs geeignet.
Das Fineline-Parkett:
Sogenanntes Fineline-Parkett besteht aus circa vier Millimeter breiten Edelholzstreifen, die einzeln miteinander verbunden werden. Dies bietet die Möglichkeit einer individuellen Optik, die den jeweils individuellen Lebensstil unterstreichen kann; das hochwertige Parkett lässt sich mit den verschiedensten Einrichtungsarten kombinieren.
Das Verlegen von Fineline-Parkett ist auch möglich auf einer Fußbodenheizung; so beispielsweise einer Niedertemperaturfußbodenheizung, die eine gewisse Temperatur nicht überschreiten sollte.
Das Stabparkett:
Bereits im 19. Jahrhundert sehr beliebt zählt das Stabparkett zu den Klassikern; nicht nur Farbe und Holz können individuell ausgewählt werden sondern auch die Form eines schließlich entstehenden Musters. Einige der möglichen Muster sind beispielsweise das Schachbrettmuster, die diagonale Verlegung, Randfries oder Fischgrät.
Stab-Parkett wird oft in rohem, naturbelassenem Zustand angeboten. Die jeweiligen Oberflächen werden teils gespachtelt, geräuchert und geschliffen. Breite und Länge der Parkett-Stäbe können den Raumgegebenheiten und den individuellen Wünschen angepasst werden.
Das Lamellenparkett:
Das Hochkantlamellenparkett wird häufig auch als Industrieparkett bezeichnet; das rührt daher, dass es häufige Anwendung in Industriehallen findet, denn das Parkett ist sehr stabil und langlebig.
Aufgrund dieser Eigenschaften wird es gerne auch verwendet in Kindergärten, Schulen oder Empfangshallen.
Darüber hinaus ist Hochkantlamellenparkett sozusagen ein Nebenprodukt aus der Produktion von Mosaikparkett und ist darum sehr günstig zu erwerben.
Sowohl für die Verlegung von Mosaik- als auch von Hochkantlamellenparkett ist die Voraussetzung lediglich ein trockener und ebenmäßiger Unterboden; auf feuchten Böden quillt das Holz auf.
Das Bambusparkett:
Ein noch nicht sehr bekannter Parkettbelag ist das Bambusparkett. Bambus ist sehr hart und widerstandsfähig und hat den Vorteil, dass er sehr schnell nachwächst.
Das Bambusparkett besteht aus Bambusrohren, die in Streifen gespalten wurden; aufgrund der unterschiedlichen Durchmesser der Rohre kann ein sehr individuelles Parkettdesign entstehen. Vor allem bei der Verlegung in Badezimmern kann das Parkett aufgrund seiner Feuchtigkeitsresistenz punkten und aufgrund der Härte des Holzes bedarf dieses nur selten einer Abschleifung.
Die Vor- und Nachteile von Parkett:
Je nach individuellem Blickwinkel und Prioritäten können sich Vor- und Nachteile aus dem Verlegen von Parkettboden ergeben.
Zu einem der klaren Vorteile der Verlegung von Parkett zählt der ökologische Nutzen;
Holz ist ein erneuerbarer Rohstoff, der CO2 aufnimmt und für dessen Produktion nur ein geringer Energieaufwand notwendig ist.
Außerdem ist Holz – und damit Parkett – ein natürliches Material, das in der Regel – besonders das Massivparkett – antiallergen und nicht gesundheitsschädlich ist.
Auch dem ökonomischen Aspekt wird das Parkett gerecht: Es ist langlebig und kann nach Beschädigungen wieder aufbereitet werden.
Parkett isoliert und wirkt sich positiv auf die Raumakustik aus. Es vermittelt eine positive Raumatmosphäre aufgrund seiner individuellen Maserungen und Farbausprägungen und seiner hochwertigen Oberfläche.
Aufgrund der vielfältigen Design-Möglichkeiten kann es jedem Geschmack und Anspruch gerecht werden.
Nachteile von Parkett können darin bestehen, dass der Boden empfindlich gegenüber Feuchtigkeit ist; zu beachten ist dies besonders bei einem beabsichtigten Verlegen in sanitären Räumen oder Küchen. Spielt man mit dem Gedanken, Parkett in Feuchträumen zu verlegen, ist es ratsam Hölzer auszuwählen, die wenig Feuchtigkeit aufnehmen – dazu zählen beispielsweise das ölhaltige Teakholz, Merbau oder Doussie. Wichtig ist außerdem, dass die Fugen eine hohe Dichte aufweisen und der Boden eben ist – so können sich keine Pfützen bilden.
Im Vergleich zu kostengünstigeren Alternativen wie beispielsweise Laminat ist Parkett teurer in der Anschaffung und bedarf außerdem eines höheren Pflegeaufwands als vergleichbare Böden.
Die Verlegung von Parkett:
Je nach gewählter Parkettart unterscheiden sich auch die Möglichkeiten und Notwendigkeiten bei einer entsprechenden Verlegung.
Grundsätzlich ist zu sagen, dass sich die Verlegung von Fertigparkett einfacher gestaltet als die von Massivparkett; Fertigparkett ist durch Klickverbindungen auch von Laien zu verlegen.
Massivparkett sollte dagegen von Fachleuten verlegt werden, da es vollflächig verklebt und direkt mit dem Unterboden verbunden wird.
Bei der Art der Verlegung gibt es also die Möglichkeit des schwimmenden Verlegens und die Möglichkeit des vollflächigen Verklebens; für welche Art man sich entscheidet, hängt letztlich von mehreren Faktoren ab:
So ist beispielsweise nicht jede Räumlichkeit geeignet für beide Möglichkeiten.
Bei bestehenden Allergien sollte im Vorfeld abgeklärt werden, welche Zusatzstoffe bei der Herstellung des Parketts verwendet wurden und welche Kleber oder Leime verwendet werden sollen.
Auch kann es beispielsweise sein, dass ein angestrebtes Bodenmuster nur durch eine Art der Verlegung erreicht werden kann.
Das schwimmende Verlegen:
Der Vorgang des schwimmenden Verlegens findet meist bei Fertigparketten statt; als schwimmend bezeichnet man ihn, weil die Parkettelemente nicht durchgängig mit dem Unterboden verbunden sind sondern lediglich untereinander.
Vor der Verlegung von Fertigparkett gilt es einiges zu bedenken: So wird über die Zusammensetzung unterschiedlich strukturierter Parkett-Teile das Gesamterscheinungsbild des Bodens bestimmt; ein markant strukturiertes Parkett entsteht durch die Verwendung von Holzarten mit vielen Wachstumsmerkmalen.
Ein natürliches aber weniger rustikales Erscheinungsbild kann erreicht werden, indem Holz mit einem geringeren aber noch erkennbaren Anteil an Wachstumsmerkmalen für das Parkett ausgewählt wird – es entstehen fließende Struktur- und Farbunterschiede.
Werden Parkett-Teile mit wenigen Wachstumsmerkmalen gewählt, entsteht ein ruhiges Erscheinungsbild, das einer elegant gehaltenen Einrichtung entgegenkommt.
Vorteile des schwimmenden Verlegens von Parkett sind die, dass der Untergrund weniger stark beansprucht wird und keine Normen erfüllen muss wie beispielsweise eine ebene Fläche ohne Erhebungen – allerdings sollte die Voraussetzung gegeben sein, dass der Boden nicht feucht ist.
Unter gesundheitlichen Aspekten ist es positiv zu sehen, dass bei der schwimmenden Verlegung weniger Leim oder Klebstoff benötigt wird – was sich außerdem auch finanziell positiv auswirkt.
Als nachteilig kann es bei der Form des schwimmenden Verlegens von Parkett angesehen werden, dass sich beim Laufen über den Boden ein so genannter Trittschall entwickeln kann. Diesem Faktor lässt sich aber durch den Erwerb von Trittschalldämmungen entgegenwirken.
Auch die Lebensdauer von schwimmend verlegtem Parkett ist kürzer als die eines fest verlegten Parkettbodens – durch die schwimmende Verlegung können bei Belastung die Fugen gedehnt werden und daraus können sich Risse entwickeln, die schließlich auch das Eindringen von Flüssigkeiten ermöglichen.
Allerdings liegt ein Vorteil von schwimmend verlegtem Parkett darin, dass es bei Änderungswunsch sehr viel leichter zu entfernen ist als fest verlegtes Parkett.
Vor einem eigenhändigen Verlegen von schwimmendem Parkett sollte man die Parkettelemente zunächst für circa 24 Stunden nicht geöffnet in dem Raum lagern, in dem sie später verlegt werden sollen. Öffnen sollte man das verpackte Parkett erst unmittelbar vor der Verlegung. Um das Parkett problemlos verlegen zu können, empfiehlt es sich, Luftfeuchte und Raumtemperatur im entsprechenden Raum zu kontrollieren; die Temperatur sollte nicht über 20 Grad Celsius liegen. Ein frisch gestrichener oder tapezierter Raum ist der Verlegung von Parkett nicht zuträglich, da die Wände oft noch Feuchtigkeit eingelagert haben – ein entsprechender Raum sollte also zunächst ausreichend ausgetrocknet sein.
Weiterhin muss man die Beschaffenheit des Unterbodens berücksichtigen: Unebenheiten sollten ein gewisses Ausmaß nicht überschreiten und der Boden muss trocken sein – um dies zu gewährleisten, kann vor dem Verlegen eine Folie auf dem Unterboden befestigt werden. Über dieser Folie kann dann auch eine gewünschte Trittschalldämmung platziert werden
Aufgrund der Eigenschaft von Holz, sich bei Kontakt mit Feuchtigkeit auszudehnen, sollten bei der Verlegung Bewegungsfugen eingeplant werden zwischen Parkett und Wand sowie an Türdurchgängen; eine Bewegungsfuge sollte die ungefähre Breite eines guten Zentimeters aufweisen. Dies kann erreicht werden mit Hilfe von Abstandskeilen, die während des Verlegens eingesetzt werden.
Es empfiehlt sich, mit dem eigentlichen Verlegen an einer rechtwinkligen Stelle zu beginnen – dies ergibt eine gute Basis für ein gleichmäßiges Ergebnis.
Beim Verleimen der Parkettteile ist es wichtig, überschüssigen austretenden Klebstoff sofort vom Holz zu entfernen, da der Kleber sehr schnell trocknet.
Das vollflächige Verkleben:
Die vollflächige Verklebung wird in ihrer Anwendung seltener und zunehmend von der einfacheren schwimmenden Verlegung abgelöst.
Vorteile des vollflächigen Verklebens liegen allerdings darin, dass es eine größere Langlebigkeit aufweist und dass kein Trittschall entsteht.
Für ein Verkleben muss allerdings gewährleistet sein, dass das Niveau von Unebenheiten des entsprechenden Unterbodens auf einem Meter Strecke um nicht mehr als vier Millimeter variiert.

































